SPD-Informationsveranstaltung über Baumschutzverordnung

SPD Röhrmoos
Anlässlich der zunehmenden Baumfällungen in der Gemeinde Röhrmoos, vor allem durch Investoren bei größeren Bauvorhaben, diskutierten die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Röhrmoos und interessierte Bürger über Sinn und Zweck einer Baumschutzverordnung als Maßnahme zur Verhinderung radikaler Eingriffe in die Natur und das Erscheinungsbild von Röhrmoos. Peter Falk, der SPD-Landtagskandidat für den Wahlkreis Fürstenfeldbruck Ost, referierte über die Möglichkeiten, die eine solche Verordnung bietet und welche Erfahrungen man in seiner Heimatgemeinde Gröbenzell damit gesammelt hat und stellte sich den Fragen der Besucher.

Zu Beginn stellte Horst Pillhöfer, Vorsitzender der Röhrmooser Ortsgruppe des Bund Naturschutz und Vorstandsmitglied der SPD Röhrmoos, die letzten großen Rodungsaktionen vor und kritisierte hierbei die Zurückhaltung der Gemeindeverwaltung, den Erhalt von alten Baumbeständen zu sichern. Nicht nur für das Ortsbild, sondern auch für den Artenschutz stellen derartige Bäume mit einem Alter von zum Teil über hundert Jahren einen wichtigen Faktor für den Erhalt einer intakten Umwelt dar.

In seinem Vortrag zeigte Peter Falk auf, welche Möglichkeiten eine Baumschutzverordnung böte und räumte mit einem Vorurteil auf, nämlich dass es vor Erlass einer solchen Verordnung zu massenhaften Rodungen kommt. Auf die Frage, ob es nicht sinnvoller sei, alte Bäume mittels Bebauungsplänen und sogenannten Veränderungssperren bei Bauvoranfragen im Einzelfall zu schützen, stellte sich in der Diskussion schnell heraus, dass diese Verfahren zum einen für kurzfristige Schutzmaßnahmen bei alten
Bebauungsplänen extrem aufwändig für die Verwaltung wären und einen schnellen effektiven Schutz nicht wirklich sicherstellen können, da sie keine Handhabe bieten, im Vorfeld von Bauabsichtsbekundungen Fällungen alter Bäume zu verhindern.

Eine Baumschutzverordnung wäre hier als allgemeinere und Klarheit schaffende Regelung auf jeden Fall rasch möglich und würde sofort für Rechtssicherheit sorgen würde. Außerdem ermöglicht es eine Baumschutzverordnung, bestimmte Baumarten, wie Obstbäume aber auch landwirtschaftlich genutzte Anpflanzungen auszunehmen, um hier nicht unverhältnismäßige Härten zu verursachen. Ebenso können die Gebiete, für die eine solche Verordnung greift, individuell festgelegt werden.

Am Ende der Veranstaltung plädierte Wolfgang Götz, der SPD-Ortsvereinsvorsitzende, für die Einführung einer Baumschutzverordnung, um einen stärkeren Fokus auf den Erhalt unserer Natur zu legen, die wir unseren Kindern und Kindeskindern hinterlassen.

Einig war man sich, dass man zunächst die Bevölkerung über diese Möglichkeit des Umwelt- und Naturschutzes umfassend informieren muss. Nur so könne man vom Nutzen einer Baumschutzverordnung überzeugen, eine breite Akzeptanz herstellen und Ängste durch eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit abbauen.

Peter Falk, SPD-Landtagskandidat für Fürstenfeldbruck Ost

Horst Pillhöfer, Vorsitzender der Ortsgruppe Röhrmoos des Bund Naturschutz